Bewegungsmelder Info3 Verlag
 
Nr. 296 // 18.06.2020
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
heute drängeln sich im Newsletter geradezu die Themen und Metaphern rund ums Reifen, Wachsen und Gedeihen – nicht nur im Zusammenhang mit dem gestrigen Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. Und obwohl Corona noch immer unser kulturelles und soziales Leben einschränkt, habe ich doch auch zwei gelungene „Und trotzdem!“-Projekte aufgestöbert: das „Automatentheater“ auf Schloss Wiesbaden und fantastische Porträts amerikanischer Waldorf-Absovent*innen – während ihrer häuslichen Corona-Quarantäne von außen durchs Fenster fotografiert.
 
 
Ebenfalls stets weiter um Reife bemüht grüßt herzlich
Laura Krautkrämer
 
PRESSESCHAU
Foto: wenzlerdesign/Pixabay
Nordwest Zeitung, Achim Stahn, 13.06.2020
Die Aussaattage von Maria Thun
 
Recht ausführlicher und wertschätzender Artikel über die Arbeit der anthroposophischen Gartenpionierin Maria Thun (1922-2012), deren „Aussaatkalender“ bis heute zur Standardlektüre vieler biodynamisch interessierter Gärtner*innen ist. Grundlegend für Thuns Arbeit war ihre Beobachtung, dass Radieschen, die je nachdem, wann sie ausgesät wurden, unterschiedlich gut wuchsen. Sie entwickelte einen Kalender, der den Gang des Mondes durch die Tierkreisbilder betrachtet und daraus Empfehlungen für besonders günstige Tage für die Aussaat, aber auch für andere Arbeiten im Garten ableitet.
 
Das Goetheanum, 12.06.2020
Zeit der Reife
 
Auch wenn das jährliche internationale Abschlusstreffen der Eurythmie- und Sprachgestaltungsausbildungen vom 23. bis 25. Juni am Goetheanum nun doch Corona stattfinden wird, können viele Schulen aus dem Ausland leider nicht teilnehmen. Die Kolleg*innen der Wochenschrift haben deshalb fünf Kurzbeiträge aus verschiedenen Ländern zusammengestellt, in denen Absolvent*innen von ihrer aktuellen Lage berichten.
 
Erziehungskunst, André Daniel, Juni 2020
Science for Hippies – Zwischen Bildung,
Wissenschaftskommunikation und Spiritualität
 
Interessante Oberstufen-Initiative der Waldorfschule Potsdam: Dort arbeitet man im Rahmen der medienpädagogischen Arbeit mit dem englischsprachigen Projekt „Science For Hippies“ zusammen. Das Informationsportal versuche „in einfacher, freundlicher und zugänglicher Sprache“ zu kommunizieren, „was Wissenschaft und Wahrheit von philosophischer und spiritueller Seite bedeuten und wie ich als Mensch jeden Alters dieser neuen Realität kritisch und kompetent begegnen kann“, heißt es im Artikel. Auch ein YouTube-Kanal ist offenbar geplant.
 
Erziehungskunst, Juni 2020
Erklärung der Bundeselternkonferenz im BdFWS zur Corona-Krise
 
„Mit Sorge betrachten wir die derzeitige Situation in den Schulen und Familien. Die außerordentliche Belastung der Familien und die auf reine Wissensvermittlung und Krisenorganisation reduzierte Lehrtätigkeit an vielen Schulen erfordert ein sensibles und zuverlässiges Vorgehen in den Planungen für die kommenden Monate.“
 
HÖRENSWERTES IM (WEB-)RADIO
Info3, Juni 2020
Sehnsucht nach Zukunft
 
Chefredakteur Jens Heisterkamp und Andrea Kreisel im Gespräch über die aktuelle Ausgabe: positive Bilder, die sich in der Corona-Krise für morgen schon andeuten. (3:32 Min.)
 
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Info3, Juni 2020
Debatte um Hirntodkriterium
 
Wann ist der Mensch tot? Dann, wenn seine personale Existenz durch den Ausfall des Gehirns endet, sagte Rudolf Steiner bereits 1912 in einem Vortrag – lange bevor das sogenannte „Hirntodkriterium“ in Zusammenhang mit der Organtransplantation wichtig wurde. Diese für manche überraschende Äußerung hat der Autor Peter Krause in seinem Buch „Leben in der Todesnähe“ ausführlich untersucht und in größere Zusammenhänge eingeordnet.
Im Podcast mit info3 löst Peter Krause auch mögliche Missverständnisse im Zusammenhang mit dieser Äußerung auf.
 
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AUS DEM ANTHRO-UMFELD
 
 
Steiner-Schule in Kenia mit Biodyn-Landwirtschaft
 
(Goetheanum, 15.06. 2020) „Die Rudolf-Steiner-Schule in Mbagathi, Kenia, verbindet auf ihrem Schul-Hof Bildung und Grundversorgung ihrer Schülerinnen und Schüler. Das zeigt der neue Beitrag in der Videoreihe Living Farms von Lin Bautze (Projektleiterin) und Philipp Wilson (Kamera) von der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum.“
 
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Aktuelle Stellenanzeigen aus der Zeitschrift info3
 
Neue berufliche Herausforderungen gesucht? Das trifft sich gut, denn auf unserer Website drängeln sich geradezu die Stellenanzeigen aus der Zeitschrift info3 – frisch und quasi tagesaktuell gleich nach Auftragseingang veröffentlicht. Schauen Sie doch mal vorbei!
 
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Bodenschutz hilft Landwirtschaft, Natur und Klima
 
(Demeter, 17.06.2020) „Boden ist die wertvolle Grundlage unserer Lebensmittel. Eine Symbiose von Naturschutz und Ökolandbau beim Bodenschutz herauszuarbeiten war die Kernaufgabe eines vom WWF initiierten Gesprächskreises zwischen Landwirt*innen, Naturschützer*innen und Wissenschaftler*innen. Ergebnis ist ein heute veröffentlichtes gemeinsames Positionspapier, das feststellt: Lebendiger Boden ist als Grundlage allen Lebens nicht austauschbar!“
 
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Gemeinsame Aktion für Corona-Hilfen: Erster großer Erfolg
 
(Freunde der Erziehungskunst, 17.06.2020) „Die Freunde der Erziehungskunst haben sich mit verschiedenen Stiftungen und international arbeitenden Waldorf-Organisationen zusammengetan, um Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu unterstützen, die von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdown in ihren Ländern betroffen sind. Insgesamt konnten wir bereits mehr als 344.000 Euro den Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen zur Verfügung stellen.“
 
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VERANSTALTUNGEN
Wiesbaden, Schloss Freudenberg, Do. bis So. 16 bis 24 Uhr
Automatentheater „Himmel und Hölle“
 
Kultur in Zeiten von Corona: Das Automatentheater „Himmel und Hölle“ im Wiesbadener Schloss Freudenberg bietet jeweils bis zu vier Personen eine ungewöhnliche Theater-Erfahrung, in der Stoffe der Weltliteratur auf allerhand Kurioses treffen. Sogar Bauhaus-Freund*innen kommen mit einer mechanischen Version des „Triadischen Balletts“ von Oskar Schlemmer auf ihre Kosten.

(Persönliche Eindrücke von einem Besuch vor zwei Wochen habe ich hier auf meinem Blog aufgeschrieben.)
 
BILDER DER WOCHE
Foto: Screenshot phillywaldorf.com
Phillywaldorf.com, 10.06.2020
Class of 2020 Portraiture: Capturing Resilience
 
An der Waldorfschule in Philadelphia (USA) gibt es offenbar die Tradition, dass Profi-Fotograf*innen aus der Elternschaft die jeweiligen Abschlussjahrgänge fotografieren. In diesem Jahr war aus naheliegenden Gründen alles anders als sonst. Der Schülerinnenvater Jeremy Simon machte das Beste draus und fotografierte die Jugendlichen in ihrer häuslichen Quarantäne von außen durchs Fenster. Seine berührenden Porträts können auf der Schulwebsite bewundert werden, dort stehen auch einige Gedanken und Erläuterungen zu den speziellen Umständen ihrer Entstehung.
 
 
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