Bewegungsmelder Info3 Verlag
 
Nr. 294 // 04.06.2020
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
„Corona-Skeptiker“ in Bamberg und Basel, Wohnprojekte zwischen Krise und Hoffnung oder auch ein Tafelbild von Rudolf Steiner in Dresden finden Sie in der heutigen Presseschau. Außerdem: Anregungen für Kreatives Schreiben für Menschen mit Assistenzbedarf im Internet und Quatsch aus Österreich über „Killerkühe“ mit Mundschutz.

Ohne Mundschutz und ganz friedlich grüßt durch den morgendlichen Frühsommerregen
Laura Krautkrämer
 
 
PRESSESCHAU
Taz, Jost Maurin, 02.06.2020
Coronamythen mit Demeter-Siegel
 
Nächster Corona-Aufreger in der taz: In einem Bamberger Bioladen hingen im Schaufenster „Zettel mit Verschwörungstheorien“ gleich neben dem Demeter-Logo, der Verband habe erst „nach Wochen reagiert“ und die Aushänge bis dahin „toleriert“. (Irgendwie erhält man den Eindruck, Demeter gehöre der Laden, was natürlich nicht stimmt.) Der Religionswissenschaftler Ansgar Martins wird befragt und bescheinigt der anthroposophischen Szene eine erhöhte Anfälligkeit für Verschwörungstheorien – historisch von Steiner selbst begründet, etwa durch seine Theorien über den Ersten Weltkrieg als „große Verschwörung der englischsprachigen Welt und Freimaurer gegen den deutschen Volksgeist“. (Immerhin erwähnt er aber auch, dass auch anthroposophische Ärzt*innen derzeit in Krankenhäusern „Covid-19-Patienten behandeln und dazu forschen“.)
 
Basellandschaftliche Zeitung, Silvana Schreier/Benjamin Rosch, 31.05.2020
Zweifler und Ungläubige
 
Auch die Schweizer Presse forscht nach Verbindungen der „Corona-Skeptiker“ zur Anthroposophie und stößt schnell auf Thomas Meyer, Chefredakteur der Zeitschrift Der Europäer. Meyer warne u.a. vor einer „Weltregierung um Bill Gates, die Covid-19 als Waffe gegen die Bevölkerung einsetzt, um Dinge wie bargeldloses Zahlen zu beschleunigen“.

„In der Juni-Ausgabe des ‚Europäers‘ schaffte es Meyer, verschiedene internationale Verschwörungstheoretiker ins Blatt zu hieven. Das Vorwort etwa schrieb der bekennende Antisemit Elias Davidsson. Einen ‚Brief an die Zukunft‘ verfasste James Corbett, der auf Youtube zu einem Publikum von immerhin 450000 Abonnenten über Verschwörungen schwadroniert.“
 
Fränkische Nachrichten, Roland Mehlmann, 30.05.2020
Bei Demeter-Milch weltweit vorne
 
190.000 Liter Milch werden täglich zur Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken in Schrozberg geliefert, rund 40 Prozent davon in Demeter-Qualität. Damit ist die Molkerei der größte Demeter-Milch verarbeitende Betrieb weltweit. 70 Prozent der in Deutschland vertriebenen Demeter-Milch kommt aus Schrozberg.

„In der Schrozberger Genossenschaft sind 280 Mitglieder vereint, 100 davon sind Demeter-Bauern. Sie bestimmen selbst über die Art und Weise, wie der Betrieb geführt wird und müssen daher auf Aktionäre oder Banken keine Rücksicht nehmen. So entschloss man sich schon sehr früh, genauer gesagt 1974, als Pioniere auf ökologische Produkte zu setzen.
 
NNA, 24.05.2020
„Die Hühner sind da – das ist die Nachricht des Tages“
 
Wie gehen Wohnprojekte mit der Corona-Krise um? Die meisten der Projekte finden ‚Mittel und Wege, um der Krise zu begegnen. Das macht Mut‘, schreibt die Stiftung Trias in ihrem neuesten Newsletter. Die 2002 gegründete Stiftung unterstützt und fördert innovative Wohnformen.“
 
INFO3 IM JUNI
Sehnsucht nach Zukunft:
Bilder von morgen
 
Positive Bilder, die sich in der Corona-Krise für morgen schon andeuten: Neustart nach Corona, aber nachhaltig!
 
 
 
 
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HÖRENSWERTES IM (WEB-)RADIO
Anthropoi Selbsthilfe, Juni 2020
Interview mit Ingeborg Woitsch
 
Nikolai Prodöhl ist Radioreporter mit Handicap und hat für Radio TIDE die Sendung „Wohnen und Arbeiten“ entwickelt: Wie wohnen und arbeiten Menschen mit Behinderungen? Wie meistern sie ihren Alltag, welche Rechte haben sie? In einem aktuellen Interview hat er Ingeborg Woitsch über ihre Arbeit als Redakteurin der Zeitschrift Punkt und Kreis befragt. Außerdem geht es um die mittelpunkt-Schreibwerkstätten, mit denen sie Menschen mit Assistenzbedarf zum kreativen Schreiben ermutigt. (10:20 Min)

Da derzeit keine Veranstaltungen in den Lebensgemeinschaften stattfinden können, dreht Ingeborg Woitsch übrigens wöchentlich Motivations-Videos mit Schreibanregungen – auch diese sind auf der Anthropoi-Website eingebettet.
 
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Deutschlandfunk/Corso, Heike Schwarzer, 01.06.2020
Kitchenstorys im Jahr 2050
 
So eine Überraschung: In der neuen Ausstellung „Future Food. Essen für die Welt von morgen“ im Deutschen Hygienemuseum Dresden hängt offenbar auch ein Tafelbild Rudolf Steiners. Die Ausstellung fragt nach dem Essen der Zukunft, die Bandbreite reicht von „Kantinenessen, das von Robotern gekocht wird“ bis zu „Kühe(n), die sich vom Biomüll der Stadtmenschen ernähren“.

„Themenraum eins nimmt die Produktionsbedingungen von Nahrungsmitteln unter die Lupe und gräbt zwischen Breitgabel, Sämaschine und historischen Gartengeräten ganz erdverbunden in der Geschichte der Permakultur. Mit bunten Kreiden auf schwarzem Papier entwarf der Lebensreformer Rudolf Steiner 1924 noch sein Bild vom Wesen des Unkrauts.“ (6 Min.)
 
AUS DEM ANTHRO-UMFELD
 
 
Digitalisierung der Landwirtschaft ersetzt keine Agrarwende
 
(AgrarBündnis, 27.05.2020) „Das Agrarbündnis warnt vor Big-Data-Konzernen und fordert Gestaltung der Digitalisierung im Sinne einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft.“
 
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Aktuelle Stellenanzeigen aus der Zeitschrift info3
 
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QUATSCH DER WOCHE
Foto: AlessandroSquassoni/Pixabay
Die Tagespresse, 13.05.2020
Für sicheren Kontakt mit deutschen Touristen:
Killerkühe müssen Mundschutz tragen
 
Ab dem 15. Juni werden die Grenzen zwischen Österreich und Deutschland auch für den Tourismus wieder geöffnet. Das österreichische Satireblatt Die Tagespresse greift dies und das Phänomen der „Killerkühe“ (mehr dazu hier) auf:
 
„Um einen möglichst sicheren Kontakt mit deutschen Touristen zu gewährleisten, müssen Tiroler Killerkühe einen Mundschutz tragen. (…) Neben der Maskenpflicht gelten heuer weitere strenge Regeln, wie Regelminister Karl Nehammer ausführt: ‚Maximal vier Killerkühe auf jedem deutschen Gefährder. Außerdem müssen Nordic-Walking-Stöcke desinfiziert werden, bevor man auf die Muhkuh eindrischt.‘“
 
 
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