Wissenschafts-Pluralismus, Balkonkonzerte, Tafelbilder im Video-Stream
 
Bewegungsmelder Info3 Verlag
 
Nr. 291 // 14.05.2020
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
in meiner heutigen Nachrichtenauslese finden Sie ein Plädoyer für gesunden Pluralismus auch in der Corona-Krise, Waldorf-Tafelbilder, die per Video-Stream ins Wohnzimmer kommen, oder auch eine sympathische Aktion für Brieffreundschaften zwischen älteren und jungen Menschen. Außerdem: Balkonkonzerte für soziale Einrichtungen, eine neue Studie über den Zusammenhang von Bildschirmnutzung und Vorstellungsvermögen sowie mutmachende Ideen dafür, wie wir gemeinsam der Krise begegnen können. Und Haustiere im Homeoffice!

Räumt gleich mal wieder die Katze zur Seite und grüßt herzlich
Laura Krautkrämer
 
PRESSESCHAU
Info3, Alexander Capistran, 12.05.2020
Corona-Dämmerung
 
In der Corona-Krise soll alles auf die Wissenschaft hören. Aber die Wissenschaft ist selbst in der Krise. Warum wir lernen sollten, mit einem gesunden Pluralismus umzugehen – ein Text aus der aktuellen info3-Ausgabe.
 
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taz nord/Thema Anthroposophie, Petra Schellen (Interview), 09.05.2020
„Wir brauchen verbindliche Hygienestandards“
 
BdFWS-Sprecher Henning Kullak-Ublick berichtet im Interview, wie die Waldorfschulen den schrittweisen Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht planen. In Sachen Homeschooling und digitaler Unterrichtsformate hätten alle Lehrer*innen eine „große Lernkurve“ hinter sich. Das Waldorfkonzept setze neben kognitivem Lernen auch auf Bewegung, „empathische Begegnung mit der Welt“ und eigene Aktivität, weshalb die ausschließlich digitale Kommunikation einen herausfordernden „Balance-Akt“ darstelle: „Diese Einseitigkeit muss man durch intelligente Aufgabenstellungen ausgleichen.“
 
Horizont, Helena Birkner, 08.05.2020
Alnatura wird im Netz positiver besprochen als jede andere deutsche Supermarkt-Kette
 
„Bioqualität und Service überzeugen: Der Super-Natur-Markt kann im deutschlandweiten Vergleich die meisten wohlwollenden Kunden-Kommentare auf Online-Plattformen für sich verzeichnen. Damit hängt Alnatura auch große Konkurrenten wie Edeka und Rewe ab.“
 
Meinbezirk.at, 08.05.2020
Kunstvolle Tafelbilder kommen bis nach Hause
 
Die Waldorfschule Pannonia im österreichischen Burgenland setzt auch beim Heimunterricht auf die typischen bunten Tafelbilder, die in der Unter- und Mittelstufe den Unterricht begleiten:

„Die Lehrkräfte der Waldorfschule Pannonia gestalten auch in diesen Zeiten wunderschöne Tafelbilder in den leeren Klassenzimmern. Als Geschenk an die Kinder, die sie zum Staunen bringen und ihre Seele ansprechen, transportieren die Pädagoginnen und Pädagogen dann ihre Kunstwerke via Videochats und Fotos zu ihren Schützlingen ins Wohnzimmer.“
 
Bergedorfer Zeitung, Christina Rückert, 06.05.2020
150.000 Euro für Orgel-Rarität aus der Jahrhundertwende
 
Die Rudolf-Steiner-Schule Bergedorf nutzt in Erbpacht das der Stadt Hamburg gehörende, älteste Schulgebäude der Stadt, das unter Denkmalschutz steht (mehr zur Schulgeschichte hier). Dazu gehört auch die sogenannte „Hasse-Aula“ mit einer 1909 gebauten Orgel, für deren Sanierung nun Geld vom Denkmalschutz des Bundes genehmigt wurde. Die Sanierung ist Teil einer aufwendigen und teuren Gesamtsanierung des Gebäudes und der zugehörigen Veranstaltungstechnik.
 
Foto: geralt/Pixabay
General-Anzeiger Bonn, Emma Dietl, 06.05.2020
Studenten aus Alfter wollen Brieffreundschaften vermitteln
 
Studierende der Alanus Hochschule wollen mit dem Projekt „Briefe.Bauen.Brücken“ Brieffreundschaften zwischen pflegebedürftigen oder älteren Menschen und jungen Leuten vermitteln – nicht nur um coronabedingte Einsamkeit zu lindern, sondern auch, um den generationsübergreifenden Austausch anzuregen.
 
Erziehungskunst, Henning Kullak-Ublick, Georg Soldner, Mai 2020
Der Bund der Freien Waldorfschulen und die Medizinische Sektion am Goetheanum zur Covid-19-Pandemie
 
„Die Medizinische Sektion am Goetheanum und den Bund der Freien Waldorfschulen erreichen täglich Anfragen, die sich auf alle hier genannten Themenfelder beziehen. Angesichts der Dynamik, mit der das Virus erforscht sowie Schutzmaßnahmen angeordnet, verändert oder wieder aufgehoben werden, ist auch dieser Text eine Momentaufnahme. Wir haben uns dennoch zu seiner Veröffentlichung entschlossen, um einige Gesichtspunkte aus der Perspektive der anthroposophischen Medizin und Pädagogik in diese notwendige, aber polarisierte Debatte einzubringen.“
 
BEWEGTE BILDER
SWR.de/SWR Classics
Papierflieger als Beifallsboten:
Auf Balkonkonzert-Tour in Stuttgart
 
Zweimal wöchentlich spielen Mitglieder des SWR Symphonieorchesters für Bewohner*innen und Mitarbeitende des Raphaelhauses in Stuttgart kleine Konzerte vor den Balkonen vor. Eine entsprechende Anfrage der Einrichtung, die schon länger Kontakt zu einem Orchestermitglied hat, führte dazu, dass die Musiker*innen dieses Format weiter ausgebaut haben und nun regelmäßig an mehreren Kliniken und sozialen Einrichtungen musizieren. (3:37 Min)
 
Hier ein kurzer Text auf der Website des Raphaelhauses, dort gibt es auch noch einen Link zu einem Radiomitschnitt.
 
AUS DEM ANTHRO-UMFELD
 
 
Corona-Bonus für alle Sonett-Mitarbeitenden
 
(Sonett, 11.05.2020) „Mit dem Aprilgehalt erhielten alle 100 Sonett-Mitarbeitende den steuer- und sozialversicherungsfreien ‚Corona Bonus‘ von 1.500 Euro ausbezahlt (…). ‚Diese Boni verstehen wir als Resonanz und Anerkennungsgeste für den enormen Einsatz, den wir seit zwei Monaten aufbringen und wodurch es gelungen ist, unsere Produktion um mehr als 50 Prozent zu steigern‘, erläutert Geschäftsführer Gerhard Heid.“ (Foto: Sonett)
 
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Aktuelle Stellenanzeigen aus der Zeitschrift info3
 
Neue berufliche Herausforderungen gesucht? Das trifft sich gut, denn auf unserer Website drängeln sich geradezu die Stellenanzeigen aus der Zeitschrift info3 – frisch und quasi tagesaktuell gleich nach Auftragseingang veröffentlicht. Schauen Sie doch mal vorbei!
 
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Verbesserung der Corona-Testkapazitäten:
Auch Menschen mit Assistenzbedarf und Mitarbeiter*innen in besonderen Wohnformen müssen profitieren!
 
(Anthropoi Selbsthilfe, 07.05.2020) „Menschen mit Assistenzbedarf in besonderen Wohnformen sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie besonders betroffen. Viele Menschen mit Assistenzbedarf gehören zu den Risikogruppen, für die eine Corona-Infektion schnell lebensgefährlich werden kann. (…) Da sich die Testkapazitäten in Deutschland erfreulicher Weise deutlich verbessert haben und inzwischen ausreichend Corona-Tests für präventive Zwecke zur Verfügung stehen, müssen jetzt auch Menschen mit Assistenzbedarf sowie die Mitarbeiter*innen in besonderen Wohnformen berücksichtigt werden.“
 
 
 
Neue Studie zu Auswirkungen von Mediennutzung
 
(SAGST, 07.05.2020) „In Zeiten von Homeschooling und vermehrter Online-Wissensvermittlung lässt das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie mit 266 Kindergartenkindern und Grundschüler*innen aufhorchen: Die Vorstellungskraft der Drei- bis Neunjährigen entwickelte sich umso langsamer, desto länger die tägliche Nutzung von Bildschirmmedien dauerte.“ (Foto: NadienDoerle/Pixabay)
 
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Wie wir gemeinsam mit Corona umgehen
 
(GLS Treuhand) „Durch die Corona-Krise befindet sich die Welt im Ausnahmezustand. Mit der Aktionsseite „Mut, Hoffnung, Widerständigkeit – Wie wir gemeinsam mit Corona umgehen“ möchte die GLS Treuhand einen Raum für hoffnungsvolle Geschichten bereitstellen. Welche Herausforderungen im Alltag wurden bereits gemeistert, welche Lösungen lassen sich finden? Hier finden Sie inspirierende Berichte Ihrer Mitmenschen.“
 
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QUATSCH DER WOCHE
Foto: Laura Krautkrämer
Ze.tt, Sophia Zessnik, 26.03.2020
Corona und Haustiere:
Wie sich Hunde und Katzen im Homeoffice benehmen
 
Eine schöne Fotosammlung, die Haustüre im Homeoffice zeigt: Klassiker wie Katzen, die sich auf Tastaturen räkeln, sind ebenso dabei wie ein Igel (!!), der eine ausgezogene Schublade belagert. (Auf dem Foto sehen Sie meine Katze Lissy, die ebenfalls eine treue Homeoffice-Gefährtin ist.)
 
„Wo sonst der Tag in Fressgelage und Schlafeinheiten eingeteilt ist, gibt es endlich jemanden, um deren*dessen Aufmerksamkeit es sich zu buhlen lohnt. Wäre da nur nicht dieses leuchtende Rechteck, auf das Frauchen oder Herrchen permanent starren. Aber auch dieses Hindernis wissen Fellnasen ohne Probleme zu überwinden, wie Haustierhalter*innen im Homeoffice weltweit auf ihren Social-Media-Kanälen zeigen.“
 
 
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